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16.04. 2. Offenes Vorbereitungstreffen für einen Kongress gegen Antimuslimischen Rassismus

Montag 16.04. um 19 Uhr in der Planwirtschaft (Klausstr.10)

more info: http://amrhh.blogsport.de/

24.03. Vorbereitungstreffen für einen Kongress gegen den antimuslimischen Rassismus

Am 24.03.2012 um 16 Uhr in der Hafenvokü (Hafenstr.116), Hamburg laden wir ein, zu einem ersten Treffen zur Vorbereitung eines Kongresses in Hamburg gegen den Antimuslimischen Rassismus:

Aller Orten Islam – überall Muslime!

… so titelte die antirassistische Zeitschrift ZAG im Juli 2010 in ihrem Schwerpunkt zum Antimuslismischen Rassismus und griff damit ein Thema auf, über das in der bürgerlichen Mitte viel diskutiert wird und zu dem es auch in der extremen Rechten klare Positionen gibt. Menschen die aufgrund äußerlicher Merkmale als Muslim_innen definiert werden, werden gleichgesetzt mit religiösen Fundamentalist_innen und Terrorist_innen. Sie werden assoziiert mit allem, wofür die scheinbar emanzipierte „westliche Welt“ nicht stehen will. Dahinter steht aber keine Religionskritik, sondern ganz simpler Rassismus.

Und die Linke?

… hält sich raus oder, noch schlimmer: Sie beteiligt sich an rassistischen Diskursen. Ob bewusst oder unbewusst, auch von vielen Linken werden Menschen, die für Muslim_innen gehalten werden, kollektive antiemanzipatorische Wertvorstellungen unterstellt. Auch hier geht es nicht um Kritik an Religion, sondern viel mehr um Gruppenkonstruktionen, die beängstigende Ähnlichkeit mit denen der rassistischen Mehrheitsgesellschaft haben. Ihren Höhepunkt findet diese Entwicklung, wenn politische Argumente mit flachesten „Gut-Böse-Konstruktionen“ vermischt, und alle scheinbaren Muslime zu Antisemit_innen definiert werden.

Kein Kommentar…

Seit Aufkommen des Themas lässt sich in der Linken aber auch eine relative Sprachlosigkeit feststellen. Zu Themen wie dem Verbot des Baus von Moscheen oder der Diskussion um das Tragen von Kopftüchern positionieren sich Linke Gruppen allenfalls anlassbezogen. Auch beteiligten sie sich kaum am Widerstand gegen öffentliche Auftritte von tatsächlich antifeministischen, homophoben und antisemitischen Predigern.

Ready for action!

Dass es an der Zeit ist, sich innerhalb der Linken mit dem Thema „Antimuslimischer Rassismus“ auseinander zu setzen, zeigen alle angesprochenen Punkte: Das Anwachsen des Rassismus‘ der Mehrheitsgesellschaft gegen Menschen, die als muslimisch definiert werden, die unreflektierte Reproduktion entsprechender Diskurse in der Linken und am meisten die fehlende Positionierung und der fehlende Aktivismus.

Wir, Einzelpersonen aus Hamburger antirassistischen und autonomen Zusammenhängen, sehen die Linke bezogen auf das Thema derzeit gefangen in dem Dilemma, einerseits gegen Rassismus aktiv sein zu wollen, sich andererseits aber nicht mit Menschen solidarisieren zu können, denen antiemanzipatorische Einstellungen unterstellt werden. Das Resultat ist die festgestellte Handlungsunfähigkeit im Zusammenhang mit dieser derzeit extrem verbreiteten Form des Rassismus.

Kongress!

Um dieses Dilemma aufzulösen und gleichzeitig antimuslimischen Ressentiments und damit verbundenen Spaltungserscheinungen in der Szene entgegen zu wirken, wollen wir mit einem Kongress gegen den antimuslimischen Rassismus“ eine Gelegenheit zu einer umfassenden Auseinandersetzung mit allen Aspekten des Themas schaffen. Das zentrale Ziel hierbei soll es sein, linke Positionen zu dem Themenkomplex zu erarbeiten, um ein zentrales Element widerständiger Politik zurück zu erlangen: Handlungsfähigkeit!

Alle, die Lust haben sich inhaltlich und organisatorisch zu beteiligen, wollen wir einladen zu einem ersten Vorbereitungstreffen:

24.03.2012 um 16 Uhr in der Hafenvokü (Hafenstr.116), Hamburg

Mehr Infos: AMRHH

Antirakneipe 16.03. – Nachtrag

Zusätzlich zu unserer Info/Diskussion zum Thema „Brauner Terror“ haben wir am 16.03. kurzfristig noch einen 2. Vortrag:

19:00 – Mobilisierungsveranstaltung zum Flughafenaktionstag am 30.03.12
„Aufstehen gegen Abschiebungen innerhalb Europas!“
Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München, Wien
18.00 Uhr im Hamburger Flughafen, Terminal 1, Abflughalle

Aufruf zur Aktion: Flüchtlingsrat Hamburg

Antirakneipe am 16.03.

19:30 Infoveranstaltung „Was ist brauner Terror und wie kommt es dazu?“

Referent: Freerk Huisken

Demokrat_innen aus Politik und Öffentlichkeit können den (Neo-)Faschismus nicht kritisieren. Wie sollen sie auch den Nationalismus angreifen, auf dem der Faschismus gründet, wenn der für sie doch eine zentrale Produktivkraft ihrer demokratischen Herrschaft darstellt.

Dafür grenzen sie ihn aus, kriminalisieren und verbieten ihn. Die auch bei den Bürger_innen verbreitete Ausländerfeindlichkeit wird dadurch nicht ausgeräumt. Wie auch, ist sie doch selbst ein Moment der hiesigen Ausländerpolitik.

Auch die linke Antifa tut sich schwer mit der Kritik. Sie schließt sich der Enttarnung von Nazis-Codes, Nazi-Kleidung und ihrer Musik an; als würde sich jedermann von den neuen Nationaldemokrat_innen sofort abwenden, wenn er sie nur identifizieren könnte.

Besonders dann, wenn neue Faschist_innen ihre Kapitalismuskritik vortragen, fällt vielen Antifaschist_innen oft nur ein, dass diese „Wölfe“ sich mit „Schafspelzen“ verkleidet hätten. Das ist schlecht. Denn es gibt auch eine faschistische Kritik am Kapitalismus. Und

wenn jetzt Teile der Antifa den neuen Antiterrorismus der Demokrat_innen gegen Rechtsextremismus begrüßen, ihn für überfällig erklären, für ein NPD-Verbot plädieren und sich gar als die effektiveren Verfassungsschützer_innen anbieten, weil sie ja nicht auf dem „rechten Auge blind“ wären, dann offenbaren sie sich einmal mehr als die letzten idealistischen Verfechter_innen der Nachkriegsparole: „Wehret den Anfängen!“ Sie sollten sich überlegen, ob sie wirklich nur die Saubermänner der Nation sein wollen?

Hinterher: Kneipenabend

Mitmachen? Mitmachen!

Mittlerweile ist die Antirakneipe in ihrem vierten Jahr. Von Anfang an war sie geplant als offenes Projekt, das dazu einladen soll sich mit Menschen aus unterschiedlichen Zusammenhängen zu antirassistischen Themen auszutauschen und zu vernetzen. Gleichzeitig soll die Antirakneipe aber auch ein offener Raum sein, in dem sich Leute mit Interesse an antirassistischer Politik ganz entspannt kennen lernen können.

Unser Anspruch der Offenheit bezieht sich auch auf unsere Orga-Gruppe – auch hier wollen wir mit Menschen aus vielen verschiedenen Zusammenhängen zusammenarbeiten, und so möglichst viele unterschiedliche Ideen in die Antirakneipe einfließen lassen.

Wenn du also Lust hast, dich einzubringen – egal ob du seit 20 Jahren in autonomen Gruppen aktiv bist, oder gerade erst entdeckt hast, dass es sinnvoller ist, was gegen Rassismus zu tun als ihn einfach nur scheisse zu finden – komm doch einfach mal bei unserem Plenum vorbei. Das ist vor jeder Antirakneipe um 18 Uhr in der Hafenvokü.

Antirakneipe 16.02.

19.30 Film „Der Aufstand der Würde“
über die zapatistische Bewegung in Chiapas, Mexico.

Hinterher: Kneipenabend

Antirakneipe 20.01.

19:30 – Infoveranstaltung: Verliebt verlobt verdächtigt
Binationale Partnerschaften zwischen gesellschaftlicher Anerkennung und Misstrauen.

Einerseits gelten binationale Partnerschaften als positives Integrationskriterium, andererseits als besonders problematisch. Besonders groß ist das Misstrauen, wenn sich Paare über eine Eheschließung ein Zusammenleben in Deutschland ermöglichen.

Wie sehr die rechtliche Situation binationaler Paare von gesellschaftlichen Stimmungen abhängig ist, wurde zuletzt deutlich, als nur wenige Monate nach dem Erscheinen des Buches „Deutschland schafft sich ab“ im Rahmen des Gesetztespakets zur Bekämpfung der Zwangsheirat am 17.März 2011 eine Verschärfung der Aufenthaltsgesetztes beschlossen wurde. Nun müssen HeiratsmigrantInnen ein Jahr länger in ehelicher Lebensgemeinschaft in Deutschland leben, bevor sie einen eigenständigen Aufenthalt bekommen können.

Referentin vom Verband binationaler Familien und Partnerschaften iaf e.V.

Hinterher: Kneipenabend

Antirakneipe 16.12.

19.30: Infoveranstaltung zu „Antiziganismus“ und den aktuellen antiziganistischen Übergriffen. Referent: Markus End
(hierzu auch: Indymedia)

In den letzten Monaten ist es in verschiedenen Ländern Europas (Tschechien, Bulgarien, Ungarn) wieder zu pogromartigen Situationen gegen Roma und Sinti gekommen. Es gab gewalttätige Angriffe, die Häuser wurden angezündet, sie wurden vertrieben oder sogar umgebracht. Es wurden Demonstrationen und Kundgebungen gegen sie organisiert und die Bevölkerung applaudierte häufig zu diesen Angriffen.

„Mit dem Begriff „Zigeuner“ verbinden die meisten Menschen im günstigen Fall Klischeevorstellungen wie feurige „Zigeunermusik“, Lagerfeuerromantik und tanzende Frauen in langen bunten Röcken. Im Gegensatz zu diesen noch scheinbar harmlosen Klischees gegenüber Sinti und Roma stehen allerdings schwerwiegende und diskriminierende Assoziationen im Vordergrund. Auch heute assoziieren die meisten Menschen Handlungen wie Stehlen, Betteln und Betrügen oft mit „Zigeunern“. Sinti und Roma selbst, von wenigen Ausnahmen abgesehen, empfinden die Bezeichnung „Zigeuner“ nicht nur deshalb als diskriminierend, weil sie unter der gleichen Bezeichnung von den Nationalsozialisten verfolgt wurden, sondern auch, weil dieser Begriff diese eingängigen und negativen Klischeevorstellungen und Stereotypen nach sich zieht.“

Antiziganismus ist eine Variante des Rassismus. Umfragen in der BRD machen deutlich, dass über 60 Prozent der Deutschen beträchtliche Ressentiments gegen Sinti und Roma haben. In unserer Veranstaltung wird nach einer kurzen Begriffserklärung auf die lange Geschichte und die gewalttätige Gegenwart des Antiziganismus in Europa eingegangen.

Markus End promoviert am „Zentrum für Antisemitismusforschung Berlin“ zur Struktur und Funktionsweise des modernen Antiziganismus und ist Mitherausgeber des Sammelbandes „Antiziganistische Zustände“.

Hinterher: Kneipenabend

18.11. – GEBURTSTAGSPARTY – 3 Jahre Antirakneipe !!!

Ab 20 Uhr: Livemucke, Cocktails, Snacks, Tombola und Musik von Platte!
Wie immer in der Hafenvokü – Eintritt Frei!

- Live -

Yok (Pocketpunk, Berlin)

Yok spielt Songs, spricht Texte und zündelt dabei an der Musik.
Er singt mit der grundsätzlichen Haltung der Verweigerung aus der Perspektive eines Taxifahrers, der seine Wurzeln in der radikalen Linken hat. Die Texte verhandeln, ziehen Grenzen und Konsequenzen, treten weg und träumen vor. War er von 1989 – 1994 als „Quetschenpaua“ unterwegs und drehte er seine Runden von 1995 – 1999 mit der Politpunkband „Tod und Mordschlag“, so ist er heute auch immer noch Teil des Musiktheaterkollektivs „Revolte Springen“ und pflegt mit seiner Band „option weg“ das Motto TRÜMMER/TRÄUME/TRASH. Seine „Solo-pocketpunk-show“ bietet auch 2011 noch facettenreiche inhaltliche Subkultur an Ukulele, pocketdrums und Quetsche.
http://pocketpunk.so36.net/

Schall und Rauch (Politfolk, SH)
Schall und Rauch ist eine linke Straßenmusikgruppe, die sich ab und zu auch mal auf Kleinkunst- und Kneipenbühnen verirrt. Unsere Agenda ist es Leben in die Einkaufsstraßen und in die Köpfe der Menschen, die unseren Liedern lauschen zu bringen. Eine Prise rotzfrech rübergebrachter Straßenmusik verrührt mit politischem Lied und Voilá.
http://akustikheartchor.de/

- DJ -

no*border soundsystem (Rocksteady, Punk, HipHop, Riotska, Mashups & more, HH)
http://www.myspace.com/nobordersounds

Antirakneipe am 21.10.11

19:30Uhr Infoveranstaltung

NoBorder Camp Bulgarien 2011

Aktivist_innen aus Hamburg und Griechenland berichten über ihre Erfahrungen vom Camp, welches vom 25. bis 29. August 2011 in Siva Reka stattfand.
Neben Fotos, Filmen und Informationen soll es außerdem einen inhaltlichen Einblick in die Situation in Bulgarien geben.
Auch die Frage nach Sinn und Unsinn von NoBorder Camps, die auch auf dem Camp aufgekommen ist, wird zur Debatte stehen.
Welche Handlungsmöglichkeiten haben wir, welche Aktionen sind sinnvoll und welche Organisationsformen sind dafür geeignet?

Zusätzlich gibt es einen Bericht von einer Gedenkaktion, die am 30. August in Griechenland in der Nähe des Grenzflusses Evros stattgefunden hat.

Beginn 19:30Uhr, Eintritt frei.
Danach Kneipe…

Hintergründe zum Camp

Bulgarien, seit 2007 Mitglied der EU, strebt für 2012 den Beitritt in den Schengenraum an und wird dann eine europäische Außengrenze zu Serbien, Türkei, Mazedonien und dem Schwarzen Meer bilden. Dies hat nicht nur die Militarisierung der Grenzen, sondern auch eine Verschlechterung der Lebensbedingungen für Flüchtlinge und Migrant_innen in Bulgarien und obendrein ein Erstarken des bulgarischen Nationalismus zur Folge.

Aus diesem Anlass fand vom 25. bis 29. August 2011 in Siva Reka, im Dreiländereck zu Griechenland und der Türkei, ein NoBorder Camp statt. Neben inhaltlichen Workshops und Diskussionen gab es verschiedene Aktionen in der Grenzregion – aus Protest gegen Frontex und das europäische Grenzregime und aus Solidarität mit den Flüchtlingen und Migrant_innen, aber auch, um mit der lokalen Bevölkerung in Austausch zu treten.