Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Antirankeipe 21.06.

19:30 Doppelveranstaltung zu aktuellen antirassistischen Kämpfen und Aktionen

1.) Infoveranstaltung zur aktuellen Situation von „Lampedusa in Hamburg“
>>> Aufgrund des NATO-Krieges in Libyen flüchteten unzählige Menschen, teilweise auch unter Zwang, über das Mittelmeer nach Italien. Diejenigen, die die Überfahrt überlebten, wurden dort aus humanitären Gründen als Flüchtlinge anerkannt und innerhalb des italienischen Asylsystems, mit EU-Finanzierung, verwaltet. Als die externe Finanzierung für die Geflüchteten des Libyen-Kriegs auslief, bemühte sich die italienische Regierung darum, die Geflüchteten loszuwerden und begann sie aus den Lagern rauszuwerfen. Viele Geflüchteten und Migrant_innen sind in Italien gezwungen, auf der Straße zu leben. Das Land bietet weder Arbeit noch andere Perspektiven und wird seid längerem von Anwält_innen und internationalen Verbänden wegen der humanitären Katastrophe im Asylsystem kritisiert.

Im weiteren Verlauf wurde den Geflüchteten von der italienischen Regierung Papiere ausgestellt, mit denen sie sich legal im Schengen-Raum bewegen können. Die Papiere sind sonst aber völlig wertlos, da mit ihnen weder eine Arbeitserlaubnis noch das Recht auf medizinische oder soziale Unterstützung verbunden ist. Weiter wurde den Geflüchteten die Weiterreise nach Zentraleuropa nahegelegt und Geld für diesen Zweck übergeben.
Die Konsequenzen der Auseinandersetzungen zwischen den europäischen Regierungen auf ihrem Rücken sind vielen Geflüchteten erst viel zu spät aufgefallen. Über den letzten Winter waren viele in Winternotunterkünften untergebracht, die vor über 5 Wochen geschlossen wurden. Seitdem sind die meisten, allein in Hamburg wohl über 250 Menschen, dazu gezwungen auf der Straße zu leben. Der deutsche Staat, der selbst am Krieg in Libyen beteiligt war, und allen voran der Hamburger Senat wollen keine Verantwortung für die Kriegsflüchtlinge übernehmen und die Situation aussitzen.
Mehr Infos: lampedusa-in-hamburg

2.) Infos zum Lovis-Sommerstopp „Ungerechtigkeit treibt aufs Meer“
>>> Vom 19.-21. Juli legt der Traditionssegler „Lovis“ in Hamburg an. Unter dem Titel „Ungerechtigkeit treibt aufs Meer“ wird zur Zeit ein breites Programm zum Thema Flucht und Migration auf dem Seeweg vorbereitet.
An beiden Abenden (19./20.7.) gibt es open air Kino auf dem Schiffssegel mit dem Dokumentarfilm „Verschlossenes Meer“– und Kurzfilmen von Movimiento zum Thema Migration. Tagsüber gibt es Workshops und Vorträge vom Mittelmeer bis Calais und eine Hafenrundfahrt zum Thema Piraterie.
Mehr Infos: Lovis

Antirakneipe am Freitag 17.05.2013

Plakat 17.05.2013

Antirakneipe 19.10.

18 Uhr: Vernetzungsveranstaltung:

Kämpfe gegen Rassimus! Was ist los in Hamburg?

In Hamburg versuchen derzeit eine Vielzahl von Gruppen, Einzelpersonen
und Organisationen Kämpfe gegen Rassismus zu führen. Die
Ausgangsbedingungen und Arbeitsweisen sind von Fall zu Fall sicher
unterschiedlich, viele Bemühungen oft unsichtbar und kräftezehrend.
Und doch gibt es an verschiedenen Orten immer wieder sehr vielfältigen
Widerstand. Genau diesen Widerstand wollen wir versuchen zu stärken
und weiterzuentwickeln.

Wir, die Antira-Kneipe, wollen einen Ort stellen, in dem sich alle am
Kampf gegen Rassismus Beteiligten unkompliziert und mal abseits von
Verbindlichkeiten und Bündnissen treffen, miteinander diskutieren und
vernetzen können. Deshalb laden wir euch am Freitag, den 19.10. um 18
Uhr in die Hafenvokü ein. Was wir an dem Abend dann machen, hängt auch
von euch ab. Gruppen könnten sich und ihre Arbeit kurz vorstellen.
Formen der zukünftigen Zusammenarbeit könnten gefunden werden, Ideen
und Praxen diskutiert werden und vielleicht kommen wir schlussendlich
einen kleinen Schritt im Kampf gegen jegdliche Form der Unterdrückung
und Diskriminierung weiter.

Wir würden uns sehr über eine Rückmeldung freuen. Wir bitten auch um
Kritik und Anregungen.

Solidarische Grüße,

eure AntiRa-Kneipe

Rückmeldungen bitte an:
antirakneipehh@web.de

Antirakneipe 21.09.

19.30: Themenabend „Antimuslimischer Rassismus“

Film+Diskussion: „Jung und Moslem in Deutschland (Teil 3)“

Info-+Mobiveranstaltung: „Kongress gegen antimuslimischen Rassimus“, 12.-14.10., Rote Flora, Hamburg. More Info: amrhh.blogsport.de

Hinterher: Kneipenabend – Chillen und weiterdiskutieren, Leute treffen und Banden bilden!

Zum Film (Aus dem Inhalt):

- Islamphobie & Currywurst.
Muslimische und nicht-muslimische Jugendliche auf der Suche nach Vorurteilen

Was denken Deutsche über Muslime? Wie fühlen sich Muslime in Deutschland? Und wie ergeht es einem, wenn man beides zugleich ist, also Muslim und Deutscher? Eine Gruppe von Jugendlichen muslimischer und nicht-muslimischer Herkunft eines Wuppertaler Gymnasiums geht in diesem Film auf Spurensuche. In Straßeninterviews befragen die Jugendlichen Deutsche und MigrantInnen. In Form von Wohnungsbesichtigungen suchen sie nach dem typisch Deutschen und typisch Muslimischen und hinterfragen gleichzeitig ihre eigenen Klischees. Im Rahmen eines Besuchs des Islamischen Zentrums in Aachen erfahren die SchülerInnen viel über die Grundlagen des Islams. Und danach wollen es die nicht-muslimischen Mädchen in einem Experiment selbst wissen: Wie fühlt es sich an, einen Tag mit einem Kopftuch zu leben? Die Jugendlichen konfrontieren den Zuschauer immer wieder mit ihren eigenen Gedanken und machen so diesen Film zu einer ehrlichen Auseinandersetzung über Urteile und Vorurteile.

- Wir sollten alle zusammenhalten. Ein Video von muslimischen Schülerinnen

Drei junge Muslima aus Marokko, Syrien und Somalia und eine zum Islam konvertierte deutsche Jugendliche beschreiben, wie sie ihren Glauben im deutschen Schulalltag leben. Trotz des selben Glaubens leiten sie für sich unterschiedliche Umgehensweisen ab zum Beispiel mit dem Sport- und Schwimmunterricht oder dem Kopftuchtragen. Gemeinsam lehnen sie das neue Kopftuchverbot an Schulen in NRW ab, genauso wie ihre Kopftuch tragende Lehrerin, eine muslimische Referendarin, die für ihr Recht kämpfen will.

- uniSLAM. Ein Film von und über muslimische StudentInnen in Deutschland
Der Film zeigt in Selbstportraits von drei jungen muslimischen Studentinnen die Dreiecksbeziehung von Islam, Bildung und Integration. Diese werden durch Statements zum Verhältnis von Islam und Bildung von Vertretern muslimischer Jugendorganisationen, des Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime in Deutschland Dr. Ayyub Axel Köhler und des Islam- und Philosophie-Professors Tariq Ramadan ergänzt.

Antirakneipe 17.08.

19:30 Infoveranstaltung zu der Kampagne „RASSISMUS TÖTET“

>>> Zu den Pogromen von Rostock-Lichtenhagen vor 20 Jahren.

Infos: http://rassismus-toetet.de/

Hinterher: Kneipenabend

Antirakneipe 20.07.

19.30: Live-Schaltung zum gerade stattfindenden NoBorder-Camp Köln/Düsseldorf
Infos zur aktuellen Situation, zum Verlauf der Aktionen usw.

Außerdem: 2 Filme:

Grenzcamp Ukraine 2007
Die Osterweiterung der Europäischen Union hat dazu geführt, dass die Festung Europa nun an die Ukraine grenzt. Hier, in der Region Transkarpatien, entsteht eine militärisch befestigte Grenzlinie mit Internierungslagern für Flüchtlinge aus dem globalen Süden und der ehemaligen UdSSR; – für Flüchtlinge, die versuchen Krieg, Totalitarismus oder Armut zu entgehen, indem sie in die europäischen Anschlussländer flüchten. Es ist schwierig, Informationen über die Lebensbedingungen in diesen Lagern zu bekommen.
Vom 11.- 20. August 2007 fand in Transkarpatien ein Grenzcamp statt, bei dem sich ca. 300 AktivistInnen aus internationalen migrationspolitischen Zusammenhängen trafen. Ihr Ziel war es, Informationen zu sammeln, Öffentlichkeit über die menschenunwürdigen Zustände in den Internierungslagern herzustellen und ihre Erfahrungen auszutauschen.

Grenzcamp Köln 2003

Leute, die etwas gegen Rassismus, Abschiebung, Diskriminierung und Illegalisierung von Flüchtlingen und MigrantInnen in Deutschland tun, trafen sich ab dem 31. Juli und bis zum 10. August auf einer Wiese am Rheinufer bei Köln. unter dem Label 6. antirassistisiches Granzcamp 2003 wurde dort zunächst diskutiert, dann brachen alle gemeinsam zu Aktionen in Köln und Umland auf. Dass es dann 2400 PolizistInnen bedurfte, um 300 antirasistische CamperInnen zuerst zu kesseln, um sie daran zu hindern zu einer 50-köpfigen Nazidemo zu gehen und anschließend einer „freiwilligen“ erkennungsdienstlichen Behandlung zu unterziehen, kommentieren AnwohnerInnen so: „ab ins KZ!“

Hinterher: Kneipenabend

Antirakneipe 15.06.

Ab 19:30 Grillen und Chillen!

Diesmal ohne Infoteil, dafür aber mit leckerem Essen, Sekt-Mate, Whiskey-Mate, cooler Mucke und FAHNENRALLYE – Wer 10 Autofahnen mitbringt, bekommt 1 Freigetränk!

Andere Aktivist_innen treffen, sich vernetzen und Banden bilden!

Antirakneipe-Extra 25.05.

Sondertermin anlässlich der geplanten Naziaktivitäten in HH am 02.06.

20:00 Infoveranstaltung „Nazis morden – der Staat schiebt ab!“

Staatlicher Rassismus in der BRD:

“Autonome” Nationalisten, NSU, NPD und andere Nazis nehmen zum Erreichen ihrer Ziele den Tod von Menschen in Kauf, die sie als “Ausländer_innen definieren. In diesem Punkt sind sie sich einig mit Regierung und Behörden. Denn auch die deutsche Abschiebepraxis fordert immer wieder Todesopfer – sei es bei der Abschiebung oder in der Abschiebehaft.

Der staatliche Rassismus fängt aber schon deutlich früher an. Residenzpflicht”,”Duldung”,
“Sammelunterkünfte” und “Arbeitsmarktüberprüfung” sind nur einige Stichworte, für gesetzlich zementierte Ausgrenzung von sogenannten “Ausländer_innen”.

Die Veranstaltung gibt einen Überblick über rassistische Gesetze, deren Auswirkungen für die Betroffenen und vor allem über deren Widerstand dagegen. – Referent_innen von Antirakneipe und Café Exil.

Hinterher: Kneipenabend – Leute Treffen, Banden bilden!

Antirakneipe 18.05.

19:30 Infoveranstaltung: „Boats4People und die Situation im Mittelmeer“

Seit mehreren Jahren sprechen unzählige afrikanische und europäische Organisationen die Regierungen umsonst auf die Toten an den Grenzen der Europäischen Union an.

Die Initiative „Boats4People“ ist zu dem Schluss gekommen, dass angesichts der unzähligen Schiffbrüche im Mittelmeer dringendes Handeln geboten ist. Der hohe Flüchtlingskommissar der UNO schätzt die Zahl der Schiffsbrüche allein für 2011 auf über 2000 – und das angesichts der Militärschiffe in der Region, der repressiven Truppen von Frontex und ohne dass Europa die Flüchtlinge aufnimmt.

Sie fordert ein solidarisches Mittelmeer gegen eine repressive Politik, deren Ziel es ist, die Immigrant_innen auf dem Weg nach Europa zu kriminalisieren. Für Juli 2012 sind verschiedene Protestaktionen auf See zwischen Sizilien und Tunis geplant.

More Info: http://boats4people.org

Hinterher: Kneipenabend – Leute Treffen, Banden bilden!

Antirakneipe 20.04.

19:30
+ Info-/Mobiveranstaltung zum NoBorder-Camp 2012 in Köln/Düsseldorf
+ Input/Diskussion zum Thema „Critical Whiteness“

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zusammen kommen | sich austauschen | vernetzen | handlungsfähiger werden

Sich gemeinsam und in verschiedenen Formen mit (Sammel-)Abschiebungen, Frontex, Antiziganismus, Alltagsrassismus und rechten Diskursen beschäftigen und Widerstand leisten; mit institutionellem Rassismus, den katastrophalen Lebensbedingungen von Flüchtlingen und Migrant_innen und den Kämpfen dagegen, mit Fluchtursachen, (Post-) Kolonialismus und der mörderischen Situation an den Außengrenzen und vielen weiteren Themen. Critical whiteness und Empowerment werden eine wichtige Rolle spielen.

Das Camp möchte ein Ort sein, an dem Rassismuskritik, antifaschistische, feministische und kapitalismuskritische Perspektiven zusammen gedacht werden. Ein Ort, der gegenseitigen Austausch intensivieren und Bündnisse anstoßen kann, in denen die Kämpfe von Flüchtlingen und Persons of Color mit denen rassismuskritischer weißer Menschen zusammenkommen.

Kommt zum Camp, kommt mit Workshops, Aktionen oder einfach nur so
No Borders – No Nations

more info: http://noborder.antira.info/de
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Ein inhaltlicher Schwerpunkt des Camps ist der Ansatz „Critical Whiteness“, auf diesen wird im Anschluss an die Veranstaltung zum Camp mit einem Input/Diskussion noch weiter eingegangen.

Hinterher: Kneipenabend – Leute kennen lernen, Banden bilden!