Antirakneipe-Extra 25.05.

Sondertermin anlässlich der geplanten Naziaktivitäten in HH am 02.06.

20:00 Infoveranstaltung „Nazis morden – der Staat schiebt ab!“

Staatlicher Rassismus in der BRD:

“Autonome” Nationalisten, NSU, NPD und andere Nazis nehmen zum Erreichen ihrer Ziele den Tod von Menschen in Kauf, die sie als “Ausländer_innen definieren. In diesem Punkt sind sie sich einig mit Regierung und Behörden. Denn auch die deutsche Abschiebepraxis fordert immer wieder Todesopfer – sei es bei der Abschiebung oder in der Abschiebehaft.

Der staatliche Rassismus fängt aber schon deutlich früher an. Residenzpflicht”,”Duldung”,
“Sammelunterkünfte” und “Arbeitsmarktüberprüfung” sind nur einige Stichworte, für gesetzlich zementierte Ausgrenzung von sogenannten “Ausländer_innen”.

Die Veranstaltung gibt einen Überblick über rassistische Gesetze, deren Auswirkungen für die Betroffenen und vor allem über deren Widerstand dagegen. – Referent_innen von Antirakneipe und Café Exil.

Hinterher: Kneipenabend – Leute Treffen, Banden bilden!

Antirakneipe 18.05.

19:30 Infoveranstaltung: „Boats4People und die Situation im Mittelmeer“

Seit mehreren Jahren sprechen unzählige afrikanische und europäische Organisationen die Regierungen umsonst auf die Toten an den Grenzen der Europäischen Union an.

Die Initiative „Boats4People“ ist zu dem Schluss gekommen, dass angesichts der unzähligen Schiffbrüche im Mittelmeer dringendes Handeln geboten ist. Der hohe Flüchtlingskommissar der UNO schätzt die Zahl der Schiffsbrüche allein für 2011 auf über 2000 – und das angesichts der Militärschiffe in der Region, der repressiven Truppen von Frontex und ohne dass Europa die Flüchtlinge aufnimmt.

Sie fordert ein solidarisches Mittelmeer gegen eine repressive Politik, deren Ziel es ist, die Immigrant_innen auf dem Weg nach Europa zu kriminalisieren. Für Juli 2012 sind verschiedene Protestaktionen auf See zwischen Sizilien und Tunis geplant.

More Info: http://boats4people.org

Hinterher: Kneipenabend – Leute Treffen, Banden bilden!

Antirakneipe 20.04.

19:30
+ Info-/Mobiveranstaltung zum NoBorder-Camp 2012 in Köln/Düsseldorf
+ Input/Diskussion zum Thema „Critical Whiteness“

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zusammen kommen | sich austauschen | vernetzen | handlungsfähiger werden

Sich gemeinsam und in verschiedenen Formen mit (Sammel-)Abschiebungen, Frontex, Antiziganismus, Alltagsrassismus und rechten Diskursen beschäftigen und Widerstand leisten; mit institutionellem Rassismus, den katastrophalen Lebensbedingungen von Flüchtlingen und Migrant_innen und den Kämpfen dagegen, mit Fluchtursachen, (Post-) Kolonialismus und der mörderischen Situation an den Außengrenzen und vielen weiteren Themen. Critical whiteness und Empowerment werden eine wichtige Rolle spielen.

Das Camp möchte ein Ort sein, an dem Rassismuskritik, antifaschistische, feministische und kapitalismuskritische Perspektiven zusammen gedacht werden. Ein Ort, der gegenseitigen Austausch intensivieren und Bündnisse anstoßen kann, in denen die Kämpfe von Flüchtlingen und Persons of Color mit denen rassismuskritischer weißer Menschen zusammenkommen.

Kommt zum Camp, kommt mit Workshops, Aktionen oder einfach nur so
No Borders – No Nations

more info: http://noborder.antira.info/de
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Ein inhaltlicher Schwerpunkt des Camps ist der Ansatz „Critical Whiteness“, auf diesen wird im Anschluss an die Veranstaltung zum Camp mit einem Input/Diskussion noch weiter eingegangen.

Hinterher: Kneipenabend – Leute kennen lernen, Banden bilden!

16.04. 2. Offenes Vorbereitungstreffen für einen Kongress gegen Antimuslimischen Rassismus

Montag 16.04. um 19 Uhr in der Planwirtschaft (Klausstr.10)

more info: http://amrhh.blogsport.de/

24.03. Vorbereitungstreffen für einen Kongress gegen den antimuslimischen Rassismus

Am 24.03.2012 um 16 Uhr in der Hafenvokü (Hafenstr.116), Hamburg laden wir ein, zu einem ersten Treffen zur Vorbereitung eines Kongresses in Hamburg gegen den Antimuslimischen Rassismus:

Aller Orten Islam – überall Muslime!

… so titelte die antirassistische Zeitschrift ZAG im Juli 2010 in ihrem Schwerpunkt zum Antimuslismischen Rassismus und griff damit ein Thema auf, über das in der bürgerlichen Mitte viel diskutiert wird und zu dem es auch in der extremen Rechten klare Positionen gibt. Menschen die aufgrund äußerlicher Merkmale als Muslim_innen definiert werden, werden gleichgesetzt mit religiösen Fundamentalist_innen und Terrorist_innen. Sie werden assoziiert mit allem, wofür die scheinbar emanzipierte „westliche Welt“ nicht stehen will. Dahinter steht aber keine Religionskritik, sondern ganz simpler Rassismus.

Und die Linke?

… hält sich raus oder, noch schlimmer: Sie beteiligt sich an rassistischen Diskursen. Ob bewusst oder unbewusst, auch von vielen Linken werden Menschen, die für Muslim_innen gehalten werden, kollektive antiemanzipatorische Wertvorstellungen unterstellt. Auch hier geht es nicht um Kritik an Religion, sondern viel mehr um Gruppenkonstruktionen, die beängstigende Ähnlichkeit mit denen der rassistischen Mehrheitsgesellschaft haben. Ihren Höhepunkt findet diese Entwicklung, wenn politische Argumente mit flachesten „Gut-Böse-Konstruktionen“ vermischt, und alle scheinbaren Muslime zu Antisemit_innen definiert werden.

Kein Kommentar…

Seit Aufkommen des Themas lässt sich in der Linken aber auch eine relative Sprachlosigkeit feststellen. Zu Themen wie dem Verbot des Baus von Moscheen oder der Diskussion um das Tragen von Kopftüchern positionieren sich Linke Gruppen allenfalls anlassbezogen. Auch beteiligten sie sich kaum am Widerstand gegen öffentliche Auftritte von tatsächlich antifeministischen, homophoben und antisemitischen Predigern.

Ready for action!

Dass es an der Zeit ist, sich innerhalb der Linken mit dem Thema „Antimuslimischer Rassismus“ auseinander zu setzen, zeigen alle angesprochenen Punkte: Das Anwachsen des Rassismus‘ der Mehrheitsgesellschaft gegen Menschen, die als muslimisch definiert werden, die unreflektierte Reproduktion entsprechender Diskurse in der Linken und am meisten die fehlende Positionierung und der fehlende Aktivismus.

Wir, Einzelpersonen aus Hamburger antirassistischen und autonomen Zusammenhängen, sehen die Linke bezogen auf das Thema derzeit gefangen in dem Dilemma, einerseits gegen Rassismus aktiv sein zu wollen, sich andererseits aber nicht mit Menschen solidarisieren zu können, denen antiemanzipatorische Einstellungen unterstellt werden. Das Resultat ist die festgestellte Handlungsunfähigkeit im Zusammenhang mit dieser derzeit extrem verbreiteten Form des Rassismus.

Kongress!

Um dieses Dilemma aufzulösen und gleichzeitig antimuslimischen Ressentiments und damit verbundenen Spaltungserscheinungen in der Szene entgegen zu wirken, wollen wir mit einem Kongress gegen den antimuslimischen Rassismus“ eine Gelegenheit zu einer umfassenden Auseinandersetzung mit allen Aspekten des Themas schaffen. Das zentrale Ziel hierbei soll es sein, linke Positionen zu dem Themenkomplex zu erarbeiten, um ein zentrales Element widerständiger Politik zurück zu erlangen: Handlungsfähigkeit!

Alle, die Lust haben sich inhaltlich und organisatorisch zu beteiligen, wollen wir einladen zu einem ersten Vorbereitungstreffen:

24.03.2012 um 16 Uhr in der Hafenvokü (Hafenstr.116), Hamburg

Mehr Infos: AMRHH

Antirakneipe 16.03. – Nachtrag

Zusätzlich zu unserer Info/Diskussion zum Thema „Brauner Terror“ haben wir am 16.03. kurzfristig noch einen 2. Vortrag:

19:00 – Mobilisierungsveranstaltung zum Flughafenaktionstag am 30.03.12
„Aufstehen gegen Abschiebungen innerhalb Europas!“
Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München, Wien
18.00 Uhr im Hamburger Flughafen, Terminal 1, Abflughalle

Aufruf zur Aktion: Flüchtlingsrat Hamburg

Antirakneipe am 16.03.

19:30 Infoveranstaltung „Was ist brauner Terror und wie kommt es dazu?“

Referent: Freerk Huisken

Demokrat_innen aus Politik und Öffentlichkeit können den (Neo-)Faschismus nicht kritisieren. Wie sollen sie auch den Nationalismus angreifen, auf dem der Faschismus gründet, wenn der für sie doch eine zentrale Produktivkraft ihrer demokratischen Herrschaft darstellt.

Dafür grenzen sie ihn aus, kriminalisieren und verbieten ihn. Die auch bei den Bürger_innen verbreitete Ausländerfeindlichkeit wird dadurch nicht ausgeräumt. Wie auch, ist sie doch selbst ein Moment der hiesigen Ausländerpolitik.

Auch die linke Antifa tut sich schwer mit der Kritik. Sie schließt sich der Enttarnung von Nazis-Codes, Nazi-Kleidung und ihrer Musik an; als würde sich jedermann von den neuen Nationaldemokrat_innen sofort abwenden, wenn er sie nur identifizieren könnte.

Besonders dann, wenn neue Faschist_innen ihre Kapitalismuskritik vortragen, fällt vielen Antifaschist_innen oft nur ein, dass diese „Wölfe“ sich mit „Schafspelzen“ verkleidet hätten. Das ist schlecht. Denn es gibt auch eine faschistische Kritik am Kapitalismus. Und

wenn jetzt Teile der Antifa den neuen Antiterrorismus der Demokrat_innen gegen Rechtsextremismus begrüßen, ihn für überfällig erklären, für ein NPD-Verbot plädieren und sich gar als die effektiveren Verfassungsschützer_innen anbieten, weil sie ja nicht auf dem „rechten Auge blind“ wären, dann offenbaren sie sich einmal mehr als die letzten idealistischen Verfechter_innen der Nachkriegsparole: „Wehret den Anfängen!“ Sie sollten sich überlegen, ob sie wirklich nur die Saubermänner der Nation sein wollen?

Hinterher: Kneipenabend

Mitmachen? Mitmachen!

Mittlerweile ist die Antirakneipe in ihrem vierten Jahr. Von Anfang an war sie geplant als offenes Projekt, das dazu einladen soll sich mit Menschen aus unterschiedlichen Zusammenhängen zu antirassistischen Themen auszutauschen und zu vernetzen. Gleichzeitig soll die Antirakneipe aber auch ein offener Raum sein, in dem sich Leute mit Interesse an antirassistischer Politik ganz entspannt kennen lernen können.

Unser Anspruch der Offenheit bezieht sich auch auf unsere Orga-Gruppe – auch hier wollen wir mit Menschen aus vielen verschiedenen Zusammenhängen zusammenarbeiten, und so möglichst viele unterschiedliche Ideen in die Antirakneipe einfließen lassen.

Wenn du also Lust hast, dich einzubringen – egal ob du seit 20 Jahren in autonomen Gruppen aktiv bist, oder gerade erst entdeckt hast, dass es sinnvoller ist, was gegen Rassismus zu tun als ihn einfach nur scheisse zu finden – komm doch einfach mal bei unserem Plenum vorbei. Das ist vor jeder Antirakneipe um 18 Uhr in der Hafenvokü.

Antirakneipe 16.02.

19.30 Film „Der Aufstand der Würde“
über die zapatistische Bewegung in Chiapas, Mexico.

Hinterher: Kneipenabend

Antirakneipe 20.01.

19:30 – Infoveranstaltung: Verliebt verlobt verdächtigt
Binationale Partnerschaften zwischen gesellschaftlicher Anerkennung und Misstrauen.

Einerseits gelten binationale Partnerschaften als positives Integrationskriterium, andererseits als besonders problematisch. Besonders groß ist das Misstrauen, wenn sich Paare über eine Eheschließung ein Zusammenleben in Deutschland ermöglichen.

Wie sehr die rechtliche Situation binationaler Paare von gesellschaftlichen Stimmungen abhängig ist, wurde zuletzt deutlich, als nur wenige Monate nach dem Erscheinen des Buches „Deutschland schafft sich ab“ im Rahmen des Gesetztespakets zur Bekämpfung der Zwangsheirat am 17.März 2011 eine Verschärfung der Aufenthaltsgesetztes beschlossen wurde. Nun müssen HeiratsmigrantInnen ein Jahr länger in ehelicher Lebensgemeinschaft in Deutschland leben, bevor sie einen eigenständigen Aufenthalt bekommen können.

Referentin vom Verband binationaler Familien und Partnerschaften iaf e.V.

Hinterher: Kneipenabend